KooBO (Kooperative Berufsorientierung)

Schulprojekt mit Praxiseinblicken

Was willst Du mal werden? Was musst Du dafür können? Wie kannst Du Deine Interessen und Talente in ein Projekt einbringen? Fragen, die Dich bestimmt schon beschäftigt haben. Damit Du möglichst praxisnah entdecken kannst, in welche berufliche Richtung es vielleicht einmal für Dich gehen könnte, gibt es das Schulprojekt "KooBO".

Was ist KooBO?

"KooBO" heißt "Kooperative Berufsorientierung" und ist ein Projekt, das Schülern Einblicke in verschiedene Berufsfelder ermöglichen soll. Als Schule kann man sich für die Teilnahme an diesem Projekt bewerben. Das funktioniert dann so, dass man dem zuständigen Schulamt ein Projekt vorstellt, das man gerne an seiner Schule umsetzen würde. Wir haben uns zum Beispiel mit unserer "Lehmofen-Werkstatt" beworben.
Das Schulamt vermittelt dann außerschulische Partner als "Projektleiter", mit denen man während der einzelnen Projektphasen zusammenarbeitet. Das sind z.B. Experten aus regionalen Betrieben, die ihr Fachwissen in das Schulprojekt einbringen und den Schülern eine praxisnahe Vorstellung von dem jeweiligen Berufsfeld geben können. Außerdem begleitet noch ein Lehrer oder eine Lehrerin das Projekt.

Was macht man bei KooBO?

Schüler und Schülerinnen planen ein eigenes Projekt (und zwar ein echtes!) - und setzen es um. Dafür ist ein ganzes Schuljahr lang Zeit. Unsere Projektidee "Bau eines Holzofens auf dem Schulgelände" haben wir in Form einer "Lehmofen-Werkstatt" und einer Projektwoche umgesetzt.

Los ging es mit einem "Kick-off", dem Projektstart mit allen Beteiligten. Da haben wir besprochen, was wir genau machen wollen und jeder konnte seine Ideen einbringen. Dann ging es an die Projektplanung. Es wurde festgehalten, was wir zur Umsetzung alles benötigen, wer welche Aufgaben übernimmt, welche Experten wir brauchen, wie wir das Projekt finanzieren können und welche Meilensteine wir bis wann wir fertig haben wollen. Unser Projektleiter hat uns gezeigt, wie man von einer Idee zum Ziel kommt - und zwar so, wie man es im richtigen Berufsleben auch machen würde. 
Dann ging es an die Praxis. Wir haben Skizzen gemacht, Material besorgt, Modelle gebaut und uns Gedanken über die Machbarkeit gemacht. Können und dürfen wir den Ofen überhaupt so bauen, wie wir uns das gedacht haben? Wen müssen wir fragen für Genehmigungen, wer kann uns zeigen, wie man so etwas baut? Wo bekommen wir Sponsoren her? 
Da es ein "echtes" Projekt war, mussten wir ganz reale Fragen klären und den Ofen dann ja auch wirklich bauen. Wir haben alle Arbeitsschritte vom Kick-off bis zum Projektabschluss durchlaufen und dabei eine Menge über unsere jeweiligen Stärken und Fähigkeiten erfahren. Außerdem haben wir gelernt, ziel- und  teamorientiert zu arbeiten und ganz nebenbei auch noch Einblicke in viele Berufsfelder bekommen.

Zielsetzung

„Ein Gramm Praxis wiegt mehr als eine Tonne Theorie", hat einmal ein schlauer Mensch gesagt. Und tatsächlich lernt man viel besser durch eigenes praktisches Tun. Außerdem ist praktisches Lernen an echten Projekten viel spannender. Ein eigenes Projekt ist etwas Sinnvolles und Bleibendes für die ganze Schulgemeinschaft, mit dem sich alle identifizieren können.
Vor allem kann man dabei einmal die Grenzen von Schule verlassen und mit Handwerkern, Künstlern und Fachleuten aus vielen Berufszweigen zusammenarbeiten. Ein Stückchen reales Berufsleben zum Mitmachen, das bei der Entscheidung über die künftige Berufsausbildung bestimmt eine ganze Menge hilft.